Frühling im Weinkeller - das schmeckt jetzt gut

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    Endlich wird es wieder ein bisschen wärmer, und die ersten Blüten künden davon, dass der Winter vorbei ist. Wer jetzt keine Lust mehr auf die schweren Rotweine hat, die die gehaltvollen Wintergerichte so gut ergänzten, ist nicht allein – jetzt eignen sich Weine aus einem anderen Regal besser.

    Der Frühling ist hell

    Zu den ersten jungen Salaten, zu frischem Gemüse und zu Saisongewächsen wie Spargel eignen sich hervorragend leichte Weißweine oder zarte Rosés. Vergessen Sie, was für hochwertige Rotweine als Qualitätsmerkmal gilt: Weißweine sollten jung sein, besser nicht älter als ein oder zwei Jahre. Mit ihrem frischen, fruchtigen Geschmack blasen sie den Wintermuff weg und machen Lust auf den Sommer.

    Fassreife steht Fruchtigkeit entgegen

    Wo ein schwerer Rotwein vom Ausbau oder der Lagerung im Barrique-Fass profitiert, sollte man bei Weißweinen eher vom Kauf Abstand nehmen, wenn sie im Holzfass gelagert wurden: Die Aromen wie Karamell, Vanille oder ein Anklang an Rauch überlagern die zarten Fruchtaromen und beeinträchtigen den Geschmack der jungen Weine. Ihnen steht der Ausbau im Stahlfass weit besser.

    Weißer Wein zu Fisch und Geflügel

    Vorüber ist die Zeit der schweren Soßen und dicken Krusten: Wer Fisch oder Geflügel schonend und mit frischem Gemüse zubereitet, kann beim Kochen einen Schuss des Weißweins verwenden, den er auch bei Tisch servieren möchte. Dazu passt, dass diese Gerichte immer direkt vor dem Auftragen zubereitet werden: Der Wein sollte nicht lange vor dem Trinken geöffnet werden.

    So serviert man leichte Weißweine

    Rotweine werden frühzeitig geöffnet und dekantiert – so können sie atmen, und ihr Geschmack entfaltet sich voll. Bei jungen Weißweinen hingegen wäre das ein Fehler: Sie schmecken am besten, wenn sie erst kurz vor dem Trinken geöffnet und kühl eingeschenkt werden. Die jüngsten Weine, die eine erfrischende Säure mit sich bringen, kommen bei etwa neun bis elf Grad auf den Tisch. Etwas würzigere Vertreter wie Gewürztraminer oder Sauvignon blanc schmecken bei zehn bis zwölf Grad am besten.

    Frühling: Welche Sorten schmecken jetzt?

    Neben den beiden genannten Weinen kann man im Frühling zum Beispiel zu einem Riesling greifen, aber auch zu einem Silvaner oder einem Muskateller. Diese Weine zeichnet aus, dass sie im Normalfall nicht mehr als 11 % Alkohol haben. Auch ein frischer Rosé aus Norditalien schmeckt jetzt gut. Und als Aperitif eignen sich Schaumweine wie Sekt, Prosecco oder Champagner. Für alle jungen Weine gilt, dass sie nicht länger als einen Tag offen im Kühlschrank stehen sollten.


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