Champagner

    Aus Wein-Lexikon.de

    Der Champagner (franz. de Champagne) ist ein Schaumwein, der in der Weinbauregion Champagne in Frankreich nach streng festgelegten Regeln angebaut und gekeltert wird. Er gilt im westlichen Kulturkreis als das festlichste aller Getränke. Die im Wein gelöste Kohlensäure entsteht bei einer zweiten Gärung in der Flasche („Méthode traditionnelle, auch Méthode champenoise“). Champagner genießt den Status einer Appellation d’Origine Contrôlée, auch wenn dies nicht auf dem Etikett vermerkt wird. Das weltweit einmalige Terroir, auf dem die Champagnerreben wachsen, ist maßgeblich an der Qualität des Getränks beteiligt.

    Das Gebiet, in dem Trauben für den Champagner angebaut werden dürfen, wurde am 22. Juli 1927 festgelegt. Es umfasst ca. 34.000 Hek-tar Fläche, die inzwischen fast vollständig bestockt sind. Für Champagner werden nahezu ausschließlich drei Rebsorten verwendet: Die roten Rebsorten Pinot Noir (Spätburgunder) und Pinot Meunier (dt. Müllerrebe oder Schwarzriesling) und die weiße Rebsorte Chardonnay. Zugelassen, aber seit der Reblauskrise fast verschwunden sind die Sorten Arbane und Petit Meslier.

    Die Mischung der Sorten bestimmt den Charakter des jeweiligen Champagners. In einem Teil der Champagne, der Côte des Blancs, werden vorzugsweise reine Chardonnay-Cuvées hergestellt, die Blanc de Blancs. Spätburgunder macht 37 % der Rebfläche der Champagne aus, Schwarzriesling ebenfalls 37 % und Chardonnay 26 %. Pinot Noir gibt dem Wein die Fülle, Chardonnay die Finesse, Pinot Meunier die Fruchtigkeit. Auch der Begriff Blanc de Noirs für weißen Wein aus dunklen Trauben wurde ursprünglich in der Champagne geprägt.

    Aufgrund des EU-Markenrechts darf in Deutschland hergestellter Sekt in Flaschengärung nicht Champagner genannt werden, da dies mit der Herkunft der Trauben verbunden ist. Dies gilt im Übrigen für jeglichen Schaumwein weltweit. Drei der vielen berühmten Champagnerhäuser sind z. B. Krug, Moët & Chandon und Pommery.


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