Geruch

    Aus Wein-Lexikon.de

    Durch den Geruchssinn erfassbare Inhaltsstoffe des Weins. Der Geruch stellt bei der Weinbeurteilung ein wichtiges Kriterium dar. Die Blume oder Nase des Weins soll fein, reintönig und sortencharakteristisch sein. Bei überreifen oder gar edelfaulen Trauben können die typischen, sorteneigenen Duftstoffe durch Stoffwechselprodukte des Edelfäulepilzes Botrytis – Edelfäule überdeckt werden. Je nach Bildungszeit-punkt der Geruchsstoffe unterscheidet man Traubenbukett, Gär- und Jungweinbukett, Lagerbukett und Altersbukett. Bei Weiß-weinen ist der Geruch meist intensiver, fruchtiger und feiner ausgebildet als bei Rot-weinen. Fehler, Krankheiten oder Mängel eines Weins äußern sich oft schon im Geruch. Typische Geruchsfehler sind Böckser, Mäuselton, Mullton, Essigstich, Milchsäurestich und Schwefelblume. Oft sind Geruchsfehler gleichzeitig auch Geschmacksfehler und umgekehrt.


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