Weinliebhaber sollten deutsche Weine nicht unterschätzen

    Aus Wein-Lexikon.de

    Beim Einkauf im Handel fällt auf, dass Weinliebhaber überraschend oft zu Weinen greifen, die aus dem Ausland stammen. Der Griff zu deutschen Weinen erfolgt vergleichsweise selten, oft wird sogar die Nase gerümpft. Keine Frage, Weine aus Deutschland hatten schon einmal einen besseren Ruf. Allerdings darf nicht pauschalisiert werden, denn auch hierzulande werden erstklassige Weine angebaut.

    Der internationale Wettbewerb ist groß

    Zugegeben: Die heutige Welt des Weines ist sehr international - und gerade im internationalen Vergleich spielen deutsche Weingüter nur selten weit vorne mit. Streng genommen ist dies nicht überraschend, denn es gibt nun einmal Länder, die hervorragende Bedingungen für den Weinbau bieten. In diesem Zusammenhang ist zu ergänzen, dass es besagte Anbaubedingungen in manchen Fällen gestatten, sehr große Mengen hochwertiger Weine zu produzieren.

    In Europa sind viele der weltbesten Anbaugebiete beheimatet. Ganz vorne steht Frankreich, das nicht grundlos als Weinland bezeichnet wird. Mehrere Regionen des Landes offerieren beste klimatische Bedingungen in Verbindung mit hervorragenden Böden. Denn auch die Böden sind als Einflussgröße nicht zu unterschätzen, sie haben auf den Geschmack des Weines erheblichen Einfluss.

    Selbst außerhalb Europas sind mehrere große Wein-Nationen zu finden. Hierzu zählen beispielsweise die USA, insbesondere der Bundesstaat Kalifornien. Viel Sonne und gute Böden erlauben es den kalifornischen Winzern, hochkarätige Weine zu produzieren. Ebenso ist Südafrika ein Land, das zahlreiche Spitzenweine hervorbringt.

    Einfluss der Weinkenner

    Streng genommen muss jeder Weinliebhaber selbst entscheiden, welche Weine ihm am besten schmecken. Allerdings fällt auf, dass sich viele Menschen in ihrem Geschmack beeinflussen lassen. Mehrere Weinkritiker haben sich einen großen Namen gemacht und können mit ihren Bewertungen den wirtschaftlichen Erfolg einzelner Weingüter maßgeblich beeinflussen. Man denke nur an Robert Parker, der als Weinpapst schlechthin gilt und den Geschmack viele Weinliebhaber geprägt hat.

    In diesem Zusammenhang ist festzustellen, dass etliche besagter Weinkritiker und Journalisten international tätig sind und Weine aus allen Ländern der Welt verkosten. In Anbetracht des riesigen Angebots (besonders Frankreich und die USA beheimaten unzählige Weingüter) ist es für deutsche Winzer umso schwieriger, überhaupt wahrgenommen zu werden.

    Bei genauerem Hinsehen wird jedoch deutlich, dass sich auch in Deutschland einige Winzer finden, die Spitzenweine hervorbringen. Deren Anzahl ist zwar überschaubar, doch die erreichten Wertungen sprechen für sich. Es gibt gute Weine, man muss sie nur finden.

    Deutsche Spitzenweine - entscheidend ist die Rebsorte

    Wie bereits angedeutet, nehmen Klima und Boden erheblichen Einfluss auf die Qualität eines Weines. Entscheidend ist jedoch die angebaute Rebsorte – und je nach Region empfehlen sich ganz unterschiedliche Sorten. Aufgabe des Winzers ist es daher, die Rebsorten zu finden, die zu seinen Anbaubedingungen am besten passen. Entsprechend kann es notwendig sein, bei vorübergehenden Trends nicht mitzumachen, sondern sich konsequent auf den Anbau von Spitzenqualität zu konzentrieren.

    Es existieren nur wenige Rebsorten, die in deutschen Anbaugebieten ihr volles Potenzial entfalten können. Eine dieser Sorten ist der Riesling. Dieser Weißwein mit fruchtiger und zugleich äußerst spritziger Note hat bereits viele internationale Kritiker überzeugt und gilt unter Kennern als der beste Bein, der aus Deutschland kommt. Die besten Erzeugnisse stammen aus der Moselregion, weil dort optimale Anbaubedingungen geboten sind.

    Beim Rotwein ist festzustellen, dass sich vor allem Dornfelder zu einem Spitzenwein entwickelt hat. Gerade hierzulande genießt er unter Kennern nicht unbedingt den besten Ruf, da viele Winzer vor allem große Mengen in durchschnittlicher Qualität produzieren. Doch inzwischen gibt es erstklassigen Dornfelder, der reich an Aromen ist und sehr ausgewogen schmeckt.

    Auf das Weingut und den persönlichen Geschmack kommt es an

    Somit liegt es schlussendlich am Winzer, aus seinen gegebenen Möglichkeiten das Beste zu machen. Er legt Rebsorten und Qualitätsanspruch selbst fest, um anschließend den Markt zu bedienen. Ein Anbieter, der sich hierauf bestens versteht ist, ist das Weingut Reichsgraf von Ingelheim. Das in Rheinland-Pfalz gelegene Weingut produziert hochwertige Weine, die auch die genannten Rebsorten Riesling und Dornfelder umfassen.

    Wer in demnächst sein Weinregal wieder auffüllen möchte, sollte folglich vor einem Griff zu deutschen Weinen nicht zurückschrecken. Es lohnt sich, Weine heimischer Weingüter auszuprobieren - immer wieder finden sich kleine Juwelen. Außerdem ist es ratsam, sich nicht zu sehr vom Geschmack internationaler Weinkritiker beeinflussen zu lassen. Am Ende geht es vor allem darum, was einem selbst am besten schmeckt.


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