Viele Zigarren passen zu süßem Wein

    Aus Wein-Lexikon.de

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    Ein gutes Glas Wein gehört zum Essen ebenso dazu, wie der Aperitif oder das anschließende Dessert. Wer beim Dessert nicht unbedingt eine Kalorienbombe verzehren will, kann den Abend auch mit einer guten Zigarre ausklingen lassen.

    Als perfekte Ergänzung zum Weingenuss kommt die Zigarre dann zum Einsatz. Die meisten Zigarren verbreiten ihre aromatische Vielfalt über den Rauch, so dass man die Aromen eher riecht, als schmeckt. Das enthaltene Nikotin hinterlässt jedoch oft einen bitteren Geschmack auf der Zunge. Um diesen wieder auszugleichen, empfehlen sich vor allem süße Weine, die gehaltvoll und körperreich sind.

    Bewährt haben sich Zusammenspiele von Sherry und Portwein mit der Zigarre. Beim Portwein spricht man sogar von der ersten Wahl, wenn es um ein Glas Wein zur Zigarre geht. Sherrys sollten dagegen nicht zu süß sein, halbtrockene Varianten empfehlen sich dazu. Auch der Madeira erfreut sich einer großen Beliebtheit bei Freunden von Weinen und Zigarren.

    Was nicht zur Zigarre passt

    Es gibt aber durchaus Weine, die nicht sonderlich gut zu Zigarren passen bzw. nur zu einigen wenigen Sorten. Dazu zählt etwa der Bordeaux, ein recht schwerer Rotwein, der schon ein sehr starkes Eigenaroma hat. Dieses wird bei Bordeauxweinen, die im neuen Barrique ausgebaut wurden, sogar noch verstärkt.

    Allerdings gibt es auch gegensätzliche Aussagen. Diese setzen jedoch voraus, dass der Bordeaux eine solide Tanninstruktur aufweist. Dann kann er durchaus zur Zigarre genossen werden. Diese sollte bei mehr als drei Gramm Gesamtphenol pro Liter liegen. Geringere Tanninstrukturen würden dafür sorgen, dass der Geschmack des Weines von dem der Zigarre schlicht und ergreifend übertüncht wird.

    Wein und Zigarre ist und bleibt Geschmackssache

    So wie sich selbst Experten der beiden Branchen streiten, ob und welche Weine und Zigarren gemeinsam genossen werden können, so kann es auch keine klare Empfehlung geben. Beide Genussmittel sind und bleiben nun einmal Geschmackssache. Wer den Wein mit all seinen Feinheiten schmecken will, verzichtet am besten ganz auf die Zigarre. Denn durch deren ebenfalls sehr starkes Aroma lassen sich die Feinheiten des Weins nicht mehr ganz heraus schmecken.

    Wer dagegen auch damit zufrieden ist, nicht mehr alle Feinheiten komplexer Weine zu schmecken, für den kann die Kombination mit der Zigarre völlig neue Möglichkeiten des Geschmacks eröffnen. Schlussendlich muss man ausprobieren und prüfen, ob die Mischung von beiden aromatischen Vielfalten einem gut schmeckt oder nicht. In Anbetracht der steigenden Beliebtheit der Zigarren, der zahlreichen Raucherclubs, die vielerorts entstehen und ähnlichem, kann man davon ausgehen, dass der Genuss im Mittelpunkt steht.

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