Edle Tropfen richtig aufbewahren: Tipps zur Weinlagerung

    Aus Wein-Lexikon.de

    Besondere Tage verdienen besondere Momente. Daher lässt man Tage manchmal genre mit einem edlen Tropfen ausklingen. Das finden immer mehr Deutsche – jedenfalls liegt der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch an Wein aktuell bei 24 Litern. Doch wie wird der heimische Vorrat vom Lieblingswein richtig gelagert?

    Kühl und feucht: das richtige Klima ist entscheidend

    Das wichtigste Kriterium für eine richtige Weinlagerung ist die Temperatur des Lagerortes: Zwischen zehn und zwölf Grad gilt bei Experten als ideal. Dabei kommt es nicht nur auf den Wert an sich an, sondern auch auf die Beständigkeit der Temperatur. Häufige und extreme Schwankungen bekommen den edlen Tropfen nämlich nicht gut. Als Lagerort eignet sich am besten ein dunkler, feuchter Keller mit dicken Wänden. So haben sanierte Altbaukeller die besten Voraussetzungen für eine Weinlagerung. Sie sind oft sehr geräumig und bieten Platz für mehrere Weinregale.

    Kein Keller? Alternative Lagerorte für Wein

    Nicht jeder Weinliebhaber verfügt über einen Keller, geschweige denn über einen Altbaukeller. Als Alternative bietet sich das Schlafzimmer an. Hier bewegen sich die Temperaturen zumeist in einem niedrigen Bereich. Variable Regalsysteme machen selbst die platzsparende Lagerung unter dem Bett möglich.

    Weit verbreitet ist die Meinung, dass Weine waagerecht aufbewahrt werden sollten. Schade eigentlich, da so die schönen Weinetiketten kaum zur Geltung kommen. Dabei können Weine mit Korkverschluss bedenkenlos bis zu zwei Jahre stehend gelagert werden. Ist die Flasche mit einem Schraubverschluss oder einem Kunststoffkorken verschlossen, spricht auch nichts gegen eine längere Lagerzeit im Stehen. Die perfekte Aufbewahrung für Qualitätsweine befindet sich allerdings nicht unter dem Bett, sondern in einem speziellen Weinklimaschrank.

    Für eine langfristige Lagerung sind die Bedingungen darin ideal, da der Schrank das Klima exakt an die Bedürfnisse des Weins anpasst. Diese Lösung ist zwar ziemlich kostspielig, lohnt sich aber vor allem für sehr kostbare Weine, deren Geschmack durch die ausgefeilte Technik im Inneren des Schranks optimiert wird.


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