Die Weinregion Mosel

    Aus Wein-Lexikon.de

    Mosel Wein F63701492.jpg

    Neulinge im Bereich Wein sehen sich oft einem Überangebot an Weinen gegenüber. Hier kann man schon mal den Überblick verlieren, wenn man mit den unterschiedlichen Weinanbaugebieten aus aller Welt konfrontiert wird. Jede Region gibt vor den besten Wein zu produzieren, jedoch sind die Geschmäcker auch hier so verschieden wie überall. Um seinen persönlichen Lieblingswein zu finden macht es natürlich Sinn, viele Weinsorten auszuprobieren. Dabei kann man sich beispielsweise individuelle Sortimente einer bestimmten Sorte zusammenstellen lassen oder "querbeet" kaufen.

    Das Internet bietet die Möglichkeit, Weine aus aller Welt bequem und einfach von zu Hause aus zu bestellen. Oft bietet sich auch die Gelegenheit, besondere Angebote zu speziellen Preisen zu finden, oder es lassen sich Weinvorteil Gutscheine nutzen, um beim Kauf gleich mehrerer Flaschen Wein einen Teil des Preises einzusparen.

    Geht es um Wein denkt man zunächst an Frankreich, Italien oder andere weit entfernte Regionen wie Kalifornien. Was viele vergessen, hier in Deutschland können wir auch auf eine sehr alte Weinanbautradition zurückblicken und das nicht erst seit dem Mittelalter. Hier soll einmal die Weinregion Mosel vorgestellt werden, die Kennern und solchen die es noch werden wollen einige besondere Tropfen zu bieten hat.

    Über 2000 Jahre Tradition

    Die Region Mosel, zu der auch die Nebenflüsse Saar und Ruwer gehören, ist eine der ältesten Weinanbaugebiete Deutschlands. Sie erstreckt sich von Koblenz, wo die Mosel in den Rhein mündet, bis nach Trier. Die Steillagen der Hänge prägen die Landschaft und sind mit kaum einer anderen Weinanbaulandschaft der Welt zu vergleichen. Am ehesten erinnern die terrassenförmigen Hänge rund um die Moselufer an den Trassenackerbau südamerikanischer Frühkulturen. Sie sind durch ihre Lage prädestiniert für Weinanbau, der Schieferboden bietet optimale Bedingungen für Mikroorganismen und damit für gutes Pflanzenwachstum.

    Die Moselregion ist ein besonders traditionsreiches Kulturland, indem schon vor über 2000 Jahren von Kelten und Römern Wein angebaut wurde. Zahlreiche antike Kelter-Anlagen die in der Zwischenzeit bei Ausgrabungen entdeckt wurden, zeugen von dieser Tradition.

    Besonderheiten

    Das Gebiet zählt zu den wärmsten Klimazonen Deutschlands. Verantwortlich dafür ist die Tallage, die Temperaturschwankungen sind sehr gering, die Winter sind nur mäßig Kalt und die Sommer angenehm warm. Alles in Allem Faktoren, die das Gebiet zu dem gemacht habe was es heute ist.

    Ca. 9000 Hektar Rebfläche werden in der Region Mosel insgesamt bewirtschaftet. Dabei werden auf rund 60% der Fläche Rieslingsorten angebaut. Grund dafür sind die steilen Schieferhänge, die sich insbesondere für den Anbau dieser fruchtig mineralischen Weinsorte anbieten. Weiterer Vorteil der Hänge: Da sie zusätzlich über die Eigenschaft verfügen, als natürlicher Wärmespeicher zu dienen, bieten sie den Rebstöcken auch Nachts "warme Füße" was ein entscheidender Faktor für die Qualität der Weine bedeutet. So wird die Reifezeit verlängert, indem der Bodenfrost verzögert eintritt.

    Elbing, eine alte Rebsorte gilt als Moselspezialität und wird in aller Welt von Weinliebhabern geschätzt. Überwiegend werden Weißweine angebaut, nur auf etwa 10% der Fläche werden Rotweinsorten angebaut.

    Edle Weine müssen nicht immer von weit her kommen. Die Weinregion Mosel bietet dem Weinliebhaber höchste Qualität, die sich seit Jahren in aller Welt bewährt hat. Während sich Kenner sicherlich schon von dem ein oder anderen Mosel-tropfen überzeugt haben, lassen gerade Einsteiger und Neulinge dieses traditionsreiche Anbaugebiet außer Acht.

    Copyright Bild: © Jörg Hackemann / fotolia.de


    Artikel teilen