Aperitif

    Aus Wein-Lexikon.de

    Heute ist der Begriff Aperitif sehr weit zu fassen, da sehr viele z. T. grundverschiedene Getränke sich zum Gebrauch als Aperitif eignen. Da sind einmal südländische Süß- bzw. Dessertweine sowie auch trockene bis herbe Spielarten. Die Aperitif-Skala reicht von schlichten (mit aromatischen und stimulierenden Likören oder Destillaten dosierten) Mistellen bis zum raffiniert komponierten Cynar, vom geschickt gemixten Cocktail über natursüße Schaumweine (z. B. Asti Spumante) bis zum hochkarätigen Champagner. Aperitifs unter den Spirituosen sind vor allem die Bitterlinge (Magenbitter), aber auch Anis u. a., mit geschmacksaktiven Fertigspirituosen oder Würzessenzen (Destillaten, Mazeraten) aromatisierte Klare. Die Alkoholbasis liefert hier in der Regel aus Weintrauben bzw. Rosinen gebrannter Weingeist (Alkohol); unter den Kräutern und/oder Kräutersamen, deren Auszüge ihn zum Aperitif machen, dominieren Anis, Dillkraut, Enzian, Fenchel, Koriander, Kümmel und Wermutkraut. Ein während oder nach den Mahlzeiten gereichter Aperitif wird als Digestif bezeichnet.


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